| Team TOBE: die regionale Nachwuchsförderung ist auf Kurs! |
| Dienstag, den 20. Dezember 2011 um 09:43 Uhr |
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Team TOBE: die regionale Nachwuchsförderung ist auf Kurs!
Von Roland Jungi
Die Erfolge der Teams TOBE, der Auswahl des Oberaargauisch-Emmentalischen Fussballverbandes OEFV, gingen im allgemeinen Meisterschaftsbetrieb der Junioren unter oder wurden nur von den Experten wahrgenommen. Wie hart aber die Verantwortlichen, allen voran Martin Brügger, daran einen massgeblichen Anteil hatten, wissen nur die wenigsten. TOBE ist kein Konkurrenzprodukt zu den von den Klubs geführten Nachwuchsabteilungen, sondern die logische Fortsetzung in der Region auf dem Weg zum Spitzenfussball im Juniorenbereich. Erfreulich darf festgestellt werden, dass 3 U13 Spieler in der Auswahl des FVBJ einen Stammplatz erkämpft haben.
Wer einmal ein Grosser im Schweizer oder sogar internationalen Fussball werden will, hat einen steinigen Weg vor sich. Wie dieser im Idealfall aussehen kann, zeigt links die eingefügte Grafik – TOBE (gelb eingefärbt). Mit dem Entscheid der Vereinsvertreter anlässlich der ausserordentlichen DV im letzten Mai wurde der nachhaltige Startschuss einer ernsthaften Förderung des Juniorenfussballs auf Verbandsebene gegeben. Seit dieser Zeit ist viel Wasser die zahlreichen Flüsse im Einzugsgebiet hinuntergeflossen. Noch immer sind die Berner Young Boys, neben dem FC Thun der zweite Vertreter in der AXPO Super League, federführend. Organisation – der wichtige Grundstein für TOBE!
Zu aller erst muss die Organisation angesprochen werden. Martin Brügger, der Leiter des Projektes und gleichzeitig Trainer des U13-Teams sowie ein Macher der eher etwas leisen Töne, ist zufrieden: „Die Organisation funktioniert nun sehr gut. TOBE ist auf die Mithilfe der lokalen Vereine angewiesen. Alle 26 Vereine des OEFV beteiligen sich an TOBE, auch diejenigen, welche keine eigene Juniorenabteilung führen. Im Sommer bietet sich für uns die Möglichkeit, an sechs verschiedenen Standorten zu trainieren. Alle Teams – U12 – U15 – haben keinen fix zugeteilten Trainingsstandort, d.h. die engagierten Junioren trainieren in jeder Woche an einem anderen Ort. Zurzeit spielen und trainieren Junioren aus 15 Vereinen bei TOBE! Was für mich besonders aufgefallen ist, dass auch Junioren ausserhalb der Region den Weg zu TOBE gefunden haben.“
Strenge Selektionskriterien
Wie ein roter Faden zieht sich die Ausbildung bei TOBE durch, d.h. die Weisungen der Berner Young Boys müssen von den Verantwortlichen ohne wenn und aber durchgezogen werden. D.h. TOBE schreibt die Fussballvereine auf der Suche nach den talentierten Spielern an oder die Junioren werden direkt von den Vereinen gemeldet. Zuerst müssen sich die jungen Fussballtalente an den U11-Stützpunkten Langenthal und Burgdorf beweisen. Dort wird dann entschieden, wer den Schritt in die U12 schafft und wer nicht. Wer den Schritt in die U12 geschafft hat, ist noch lange nicht ein sicherer Teil des Juniorenteams. Jedes halbe Jahr erhalten die jungen Spieler ein Zeugnis, in welchem sie in verschiedenen Punkten auf einer Skala von 1 bis 4 bewertet werden. Sind die Noten zu schlecht, kann man wieder aus dem Team ausgeschlossen werden. Im Zeugnis wird den Fussballspielern klar und unmissverständlich aufgezeigt, wo sie sich verbessert haben und wo sie sich noch zu verbessern haben. So ist es den jungen Spielern möglichen, gezielt an seinen Schwächen zu arbeiten resp. diese auf ein Minimum zu reduzieren.
Budget muss hinaufgefahren werden!
Dies ist die Haupterkenntnis neben den bereits angesprochenen Erfolgen von TOBE. Martin Brügger dazu: „Damit TOBE nicht schon frühzeitig wieder in Anonymität des Fussballverbandes Bern/Jura verschwindet, bin ich zurzeit auf der Suche nach Sponsoren, d.h. wir von TOBE stehen mit in der Region verwurzelten Geldgebern für die Dress-Werbung in intensiven Kontakten. – Weitere Informationen dazu folgen im ersten Quartal des neuen Jahres.“ Die Reisen an die Auswärtsspiele erfolgt mit den Eltern auf freiwilliger Basis. In einem späteren Zeitpunkt soll, falls es die Finanzen erlauben, ein Bus für die Teams angeschafft werden.
Trainingslager in Freudenstadt (Deutschland)
Um erfolgreich in die Frühjahrsrunde zu steigen, werden zwischen dem 15. und 18. März 2012 70 (!) Kinder mit den Jahrgängen ab 1997 bis 2000 ein Trainingslager in Freudenstadt absolvieren. Der Austragungsort verfügt über die notwendige Infrastruktur, sich optimal für die Rückrunde vorzubereiten. Die Planung ist gemäss Martin Brügger bereits abgeschlossen. Daneben geniesst die Sichtung eine grosse Aufmerksamkeit. „Wir vom Trainerstab erhalten laufend Anrufe von Spielern, welche sich für TOBE interessieren.“ sagte Brügger. Der grosse Nachteil für TOBE, um noch erfolgreicher zu werden, liegt darin, dass es im gesamten Gebiet des OEFV kein homologiertes Kunstrasenfeld gibt, d.h. dieser Umstand zwingt beispielsweise Brügger dazu, sämtliche Testpartien im Frühling auswärts auszutragen. An dieser Situation wird sich in den kommenden Jahren nichts ändern, da keine „Plastikplätze“ in naher Zukunft im OEFV gebaut resp. geplant sind.
TOBE bietet Schullösungen an!
Einer Arbeitsgruppe der Schulen Huttwil, Langenthal und Burgdorf unter Einbezug von TOBE und dem SC Langenthal, beide werden die Organisation inne haben, ist gelungen, dass auf die Saison 2012/13 25 Spielern spezielle Schullösungen anzubieten. D.h. mit jedem einzelnen Schulkind wird der Stundenplan angeschaut unter dem Programm „Talent“. Lehrkräfte stehen für Hausaufgaben zur Verfügung! Innerhalb des Programms wird am Dienstagmorgen ein zusätzliches Training angeboten, dies nach Vorgaben des Schweiz. Fussballverbandes SFV. Das Programm „Talent“ ist das erste im gesamten Oberaargau-Emmental, welches eine zielgerechte Förderung des Juniorenfussballs ermöglicht.
Weitere Informationen zu TOBE sind unter www.teamtobe.ch abzurufen.
Die Trainer von TOBE:
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