Langenthal kam gegen Besa Biel nicht über ein Remis hinaus!

Das torlose Unentschieden wäre aus Sicht der Oberaargauer mehr als nur vermeidbar gewesen. Die Mannschaft von Trainer Jacobacci vergab, vor allem in der zweiten Halbzeit zahlrieche gute Möglichkeiten, den Sieg in den Oberaargau heimzubringen.

Im zweiten Meisterschaftsspiel der 1. Liga in der noch laufenden Vorrunde sollte es keinen Sieger im Kantonalderby geben. Trotzdem war es mehr als nur Pflicht, diesem Match beizuwohnen. In der hektischen Startphase zeigten sich beide Teams noch zu zögerlich, obschon der Ex-Langenthaler Celik bereits nach sieben Minuten zur ersten nennenswerten Möglichkeit kam. Zudem war deutlich anzusehen, dass sich die Mannschaft an die klaren taktischen Anweisungen ihrer Trainer hielten. Nach genau einer Viertelstunde zwang Yigit mit einem Freistoss Goalie Tebib zu einer unorthodoxen Abwehr. Nur wenig später entschärfte Torhüter Neuenschwander einen Schuss von Hamidi sehr sicher. Praktisch im Gegenzug sündigten Bouazzi und erneut Celik im Abschluss. Was zu diesem Zeitpunkt den Zuschauer auffiel, war die schlechte Passqualität, was zu vielen individuellen Fehlern führte. Kurz nach Ablauf der ersten halben Stunde vergeigte Hamidi aus vielversprechender Position. Die Schlussphase der ersten Halbzeit prägten die Langenthaler. Zuerst verfehlte ein Anliker-Kopfball, nach Yigit-Freistoss, das Ziel, danach scheiterte Krasniqi an Tebib und zu guter Letzt segelte ein Freistoss von Yigit nur knapp am hinteren Pfosten ins Aus.

Trainer Jacobacci fand in der Pause die richtigen Worte an sein Team. Dies riss sofort das Spieldiktat und überliess den Platzherren kaum Zeit, sich mit gefährlichen Kontern vor Goalie Neuenschwander bemerkbar zu machen. Besa bekundet über eine längere Phase, dem wirkungsvollen Pressing und hohem Anlaufen Gegenmittel entgegen zu setzen. In der 58. Minute blieben Heuberger und Bouazzi nach einem Heftigen Zusammenprall mit den Köpfen. Der Langenthaler spielte danach weiter und Bouazzi musste ausgewechselt werden. Numa Doutaz liess sich in der 62. Minute in die Liste der Sünder eintragen, als dieser eine Topchance nicht verwertete. Auf der
Gegenseite wäre Krasniqi beinahe zum Torschützen mutiert. Doch dessen Kopfball verfehlt das Ziel. Leider nahm das Geschehen auf dem gut zu bespielenden Kunstrasen immer rustikalere Züge an. Oder anders gesagt: Schiedsrichter Betschart liess viele versteckte Fouls beidseits ungeahndet. Völlig gerechtfertigt liess dieser aber einige Minuten nachspielen. In dieser wäre M’Vondo-Ze beinahe zum Matchwinner mutiert. Doch dessen Schuss verfehlt das gegnerische Tor deutlich. Letztlich blieb es beim torlosen Remis.

Fussball – 1. Liga classic Gruppe 2

Besa Biel/Bienne – Langenthal             0:0.

TISSOT-Arena. – 368 Zuschauer. – SR Betschart.

Tore: Fehlanzeige!

FC Besa Biel/Bienne: Tebib; Numa Doutaz (82. Kurtishaj), Sheholli, Preite, Mushkolaj; Celik, Nolan Doutaz, Mourelle, Hamidi (79. Luciano); Osmanovic (79. Halilaj); Bouazzi (66. Nushi).

FC Langenthal: Neuenschwander; Castiglione (78. Nseke Etouman), Heuberger, Anliker; Huber; Sarr, Krasniqi, Yigit; Rustemoski, M’Vondo-Ze, Simmen.

Bemerkungen: Besa Biel/Bienne ohne Kracke, Toumi (beide gesperrt), Karimi, Rexhaj, Berger, Beauquier (alle verletzt). Langenthal ohne Berner, Kent, Nadjack, Xhemaili, Zollner (alle abwesend). – Verwarnungen: 45. Bouazzi, 88. Nolan Doutaz, 91. Preite (alle Fouls).