FC Langenthal

Bereits nach lediglich 11 (!) Minuten wurde der von Trainer Willy Neuenschwander aufgestellte Matchplan durch den Platzverweis von Raphael Moser bei der 0:2-Auswärtsniederlage durchkreuzt. Die Oberaargauer gaben danach ihr Bestes, doch mindestens ein Gegentor war diesen vergönnt.

 

Zum Ausgang der Partie nahm Langenthals Trainer Neuenschwander wie folgt Stellung: «Zuerst muss ich meinem Team ein grosses Kompliment machen. Meine Spieler haben nach dem frühen Aus von Mannschaftskollege Moser alles unternommen, um wenigstens einen Punkt zu erspielen. Doch auf die 80minütige Unterzahl musste ich viele Umstellungen vornehmen, um gleichzeitig die nun vorherrschende Verunsicherung zu minimieren. Schade war nur, dass eine der wenigen Möglichkeiten, nicht zu einem Tor führte. Biel war heute klar die spielstärkende Mannschaft.» Was bedeutet die Niederlage für das Heimspiel in einer Woche gegen Zofingen: «Dies wird eine ganz andere Partie geben. Ich hoffe, dass die Liste der heute abwesenden Spieler deutlich kleiner wird.»

 

Unnötiger Platzverweis von Raphael Moser

Das erste Meisterschaftsmatch in diesem Frühling machte Lust auf mehr Fussball. Beide Teams schenkten sich rein gar nichts. Sofort wurden die heiss erwarteten Zweikämpfe gesucht und fair ausgetragen. In der neunten Minute behändigte Goalie Nicolas Schittenhelm einen Schuss von Nils Wernli sicher. Es folgte nur zwei Minuten später der «Aufreger des Tages». Völlig zurecht sah Langenthal Verteidiger Raphael Moser nach einer Notbremse an die Adresse von Labinot Sheholli die rote Karte. Die neue Situation versuchten die Seeländer sofort zu nutzen. Es entwickelte sich im weiteren Verlauf ein «Einbahnfussball» aufs Langenthaler Tor, ohne dass das Baumann-Team Nutzen daraus ziehen konnte. Immer wieder hiess Goalie Studer die Endstation. Doch in der 35. Minute war dieser gegen den platzierten Flachschuss von Nolan Nuzzolo machtlos. Kurz vor der Pause brachten die Bieler den Ball nicht aus der Gefahrenzone, doch Verteidiger Christian Pfister vermochte daraus kein Kapital zu schlagen.

 

Frühe Bieler-Vorentscheidung!

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs rückte Gregory Gemperle in den Mittelpunkt. Dessen Abschlussversuch bescherte Goalie Schittenhelm keine Probleme. Besser machte es Nuzzolo in der 49. Minute, als dieser Torhüter Studer – zu weit vor seinem Tor stehend – mit einem gefühlvollen Heber düpierte. Die Geschichte schien geregelt. Die Gastgeber agierten zu selbstsicher. Neto Gomes, Ricardo Colomartino, der ehemalige Langenthaler, sündigten im Abschluss. Leider fanden unnötige Emotionen ins Match. Der eingewechselte Mike Natoli vergab knapp zwanzig Minuten vor Ende den möglichen dritten Bieler-Treffer. Letztlich blieb es beim 2:0-Sieg der Seeländer.

 

Fussball – CERUTTI – 1. Liga

 

Biel – Langenthal            2:0 (1:0).

Tissot-Arena. – 822 Zuschauer. – SR Ghisletta.

Tore: 35. Nuzzolo 1:0. 49. Nuzzolo 2:0.

FC Biel: Schittenhelm; Ferreira, Rizzo, Jelassi, Rawyler (91. Brechbühl); Gomes (74. Mader), Fleury, Colomartino, Mora (68. Natoli); Labinot Sheholli, Nuzzolo (84. Kurti).

FC Langenthal: Studer; Pfister, Kurmann, Moser, Scheidegger; Bahlouli (46. Miletic), Wernli, Lässer (62. Bisevac), Selmani; Cani (84. Cuinjinca); Gemperle.

Bemerkungen: Biel ohne Mourelle, Safari (beide gesperrt), Krasniqi, Sheholli, Bräm (alle verletzt). Langenthal ohne Mzee (gesperrt), Schubert (krank), Baskar, Schäfer, Kisa, Zimmermann (alle verletzt), Mezger (Familie). – Verwarnung: 27. Wernli (Foul). – Platzverweis: 11. Moser (Rot, Notbremse).

 

 

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