FC Langenthal

 

Einmal mehr, wie bei einigen Partien der laufenden Meisterschaft, vermochten die Oberaargauer einen Rückstand gegen einen hartnäckig auftretenden Gastgeber nicht zu drehen. Die Mannschaft von Trainer Willy Neuenschwander unterlag den Jurassiern mit 1:2-Toren.

Mehr als nur ernüchternd meinte der Langenthaler nach dem nervenaufreibenden Match: «Wir kamen eigentlich nie ins Spiel. Mit weiten Bällen versuchten wir unser Glück. Zudem konnten wir auf den frühen, unnötigen Rückstand nicht wie gewohnt reagieren. Letztlich fehlte uns gegen Bassecourt auch noch das nötige Selbstvertrauen. Dies werden wir am Gründonnerstag beim Nachholmatch gegen den Luzerner Nachwuchs dringend benötigen!»

 

Wie nicht anders zu erwarten war, sahen bei eisigen Temperaturen die Fans «das mögliche Spiel der Spiele». Langenthal begann couragiert und der Gastgeber provozierte die Berner zu vielen Fehlern. Nach knapp einer Viertelstunde scheiterte Gemperle am klugen Stellungsspiel von Goalie Ummel. Studer, dessen Gegenüber, lenkte mit einer gelungenen Faustabwehr einen Schuss von Erard aus der Gefahrenzone. Praktisch im Gegenzug gelang es Miletic nicht, den Keeper der Einheimischen aus guter Position in Verlegenheit zu bringen. Es folgte die 26. Minute. Scheidegger wusste sich nur mit einem Foul gegen Nathan Ducommun im eigenen Strafraum zu helfen. Das Verdikt des Unparteiischen war klar: Strafstoss und Gelb für den Sünder. Bayer liess danach Torhüter Studer nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit. Der Rückstand lähmte die Gäste jedoch nicht. Doch erfolgsversprechende Offensivaktionen waren bis zur Pause kaum zu sehen. Zudem wurde die Gangart durch die ständigen Provokationen von Bassecourt immer rustikaler.

 

Langenthal mit zu vielen, individuellen Fehlern!

Die Reihen der Gäste zu Beginn des zweiten Durchganges waren noch nicht richtig sortiert, als Torschütze Bayer den möglichen Matchball kläglich vergeigte. Es wäre aber falsch, den Oberaargauern vorzuwerfen, dass sie nicht gewillt waren, wenigstens den einen wichtigen Punkt zu erspielen. Diese waren stehts bemüht, doch Gastgeber Bassecourt agierte äusserst clever. Trotzdem stieg die Fehlerquote im Team von Trainer Neuenschwander weiter an. Dies führte 13 Minuten vor dem regulären Ende zum 2:0 durch Bayer. Dabei wähnte die Langenthaler Abwehr den Torschützen im Offside. Neuen Schwung brachte der eingewechselte Cuinjinca. Dieser zwang in der 84. Minute Goalie Ummel zu einem gekonnten Reflex. In der kurzen Nachspielzeit gelang dem gleichen Spieler noch Resultatkosmetik zum 2:1-Schlussresultat!

 

Fussball – CERUTTI – 1. Liga Gruppe 2

 

Bassecourt – Langenthal          2:1 (1:0).

Stade des Grands-Prés. – 220 Zuschauer. – SR Vidic.

Tore: 26. Bayer (Foulpenalty) 1:0. 77. Bayer 2:0. 91. Cuinjinca 2:1.

FC Bassecourt: Ummel; Vitali; Jérémy Ducommun, Ghomrani, Chiquet (55. Amaouche); Nathan Ducommun, Ji (91. Mobili), Steullet (88. Axel Gester), Erard; Randaxhe, Bayer (81. Jennane).

FC Langenthal: Studer; Mzee, Kurmann, Schubert (46. Cani), Scheidegger; Lässer (61. Bahlouli), Wernli, Mezger, Miletic (61. Pfister); Bisevac (81. Cuinjinca), Gemperle.

Bemerkungen: Langenthal ohne Zimmermann (gesperrt); Moser (krank), Baskar, Schäfer (beide rekonvaleszent), Foster (Schule). – Verwarnungen: 15. Schubert (Reklamieren), 25. Scheidegger, 50. Bayer, 62. Ji, 66. Mzee, 85. Cuinjinca (alle Fouls).

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