FC Langenthal

In knapp zwei Tagen reist die erste Mannschaft der Oberaargauer in den Jura, genauer gesagt ins Tal der Sorne, um dort, Anpfiff ist um 16 Uhr im «Stade des Grands-Prés», endlich aus der Talsohle herauszufinden. Dass dies zu einer schier unlösbaren Aufgabe für die von Cheftrainer Willy Neuenschwander geführte Equipe werden wird, ist auch dem coolsten Optimisten bewusst.

 

Vor allem wird der Auftakt zur letzten Saison sofort wieder in Erinnerung gerufen. Damals reisten die Langenthaler mit einer veritablen Klatsche nach Hause. Doch mittlerweile ist viel Wasser die Langete hinuntergeflossen. Nach wie vor tun sich tdie Spieler schwer, obschon diese immer wieder auf Augenhöhe dem jeweiligen Gegner begegnen, diesem seinen aufgestellten Matchplan aufzuzwingen. Zudem rannten die Jungs fast immer einem Rückstand hinterher. Obschon die Offensive bis auf die Torlinie eigentlich alles richtig macht, taucht immer wieder die überaus schlechte Effizienz hervor. Dabei verfügen die Langenthaler über Angreifer, welche das nötige Potential haben, um die letztlich wichtigen Tore zu erzielen.

Charakter ist gefordert!

Wie aber soll diesem Übel Abhilfe geschaffen werden? Ganz einfach aber dennoch sehr kompliziert! Für die Spieler geht es in erster Linie darum, sich mit einem Erfolgserlebnis aus der ungemütlichen Situation heraus zu bewegen. Deswegen spielt es überhaupt keine Rolle, wie ein möglicher Sieg bewerkstelligt wird. Nur eines ist sicher: mit mindestens einem Punkt soll die Heimfahrt angetreten werden! Dazu wurden in dieser Woche einmal mehr viele Einzelgespräche geführt und die zuletzt erlittene Niederlage gegen Dornach analysiert. Ob der Trainerstaff dabei den Jungs die richtigen Erkenntnisse auf dem Weg mitgeben konnten, wird sich am kommenden Sonntagnachmittag zeigen – nicht mehr aber auch nicht weniger! Cheftrainer Neuenschwander muss auf die gesperrten Reto Heuscher und Agron Skeraj verzichten.

Bassecourt – der erklärte Favorit!

Am letzten Wochenende stieg im «Stade de Chalière» das mit grosser Spannung erwartete Derby. Dies gewannen die Delsberger vor einer Rekordkulisse – 1'910 Fans, was dem einsamen 1.-Liga Rekord in der laufenden Saison entspricht! – gleich mit 3:0-Toren. Die damaligen Gastgeber liessen fast zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen, wer die Hoheit im 1.-Liga-Fussball im Kanton Jura hat: Delémont! Trotzdem hat Bassecourt Trainer Lulzim Hushi deutlich erkennen können, dass seine Mannschaft vieles richtig machte, aber gegen einen in absoluter Topform spielenden Gegner nichts auszurichten hatte. Deswegen kommen die Langenthaler zum richtigen Zeitpunkt in ihr Wohnzimmer. Aber auch Trainer Hushi muss auf einen gesperrten Spieler verzichten. Ihm fehlt der gesperrte Alessandro Forte.

Abschliessend ist gewiss, dass die möglichst vielen erscheinenden Fans in den Genuss einer guten Auseinandersetzung der Kantone Jura und Bern kommen werden. Warum? Beide Teams sind nicht bekannt dafür, destruktiven, unschönen Fussball zu spielen. Aber auch für die nötige Verpflegung ist in der kleinen, feinen Buvette gesorgt.

Roland Jungi

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