1. Mannschaft: als krasser Underdog zum Leader Schötz!

In den letzten Jahren, seitdem sich die Oberaargauer und die Luzerner in der vierthöchsten Liga des Schweizer Fussballs begegnen, wurden die Partien mehr oder weniger immer auf Augenhöhe ausgetragen. Dies dürfte aber am Ostersamstag im Stadion «Wissenhusen», Anpfiff ist um 16 Uhr, kaum der Fall sein. Schötz behauptet seit Wochen die Spitze der 1. Liga Gruppe 2 und Langenthal muss alles fast schon unmenschliche unternehmen, um in der Spielklasse weiter zu verbleiben!

 

Obschon in der Nachtragspartie der 20. Runde das Team von Trainer Paiva wieder eine gute Leistung auf dem Platz ablieferte, musste sich dieses gegen Dietikon geschlagen geben. Die Matchanalyse war nach dem Match eigentlich schnell gemacht, bedarf aber einer noch genaueren Betrachtung des Staffs. Oder anders gesagt: die Mannschaft musste derart viel an Arbeit verrichten, sodass letztlich das Wettkampfglück vor des Gegners Tor zu kurz kam. Die Spieler konnten sich mehrmals gut vor das von Abubakar gehütete Tor kombinieren, doch beim Abschluss trat, wie schon mehrmals, die altbekannte Schwäche auf: die Effizienz! Pech war zudem auch noch im Spiel, als in der Schlussphase und noch vor dem matchentscheidenden Gegentreffer, Amel Rustemoski die Querlatte traf. Deswegen darf dem gesamten Team nicht der Vorwurf gemacht werden, dass diese nach dem Rückstand nicht alles in die Waagschale geworfen haben, doch noch den Ausgleich zu realisieren.

Ein Sprichwort von Sepp Herberger, dem Trainer der Weltmeistermannschaft der Deutschen 1954 in Bern, beschreibt das aktuelle Befinden der Langenthaler vor dem kommenden Match folgerichtig: «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!» Genau mit dieser Einstellung ist der Kader angehalten, am Samstagnachmittag im «Wohnzimmer» des Leaders aufzutreten resp. die zuletzt erlittene Niederlage mit einer indiskutablen Leistung der jüngsten Vergangenheit zu übergeben und den weiteren Spielen positiv entgegenzublicken – nicht mehr, aber auch nicht weniger! Physisch ist das Team bereit dazu, nur psychisch muss jeder eingesetzte Akteur bereit sein, seine Grenzen weit nach hinten zu schieben. Aktuell ist ein Punkt das höchste der Gefühle!

In einer Disziplin haben die Langenthaler gegenüber den Schötzern die Nase vorn: die Qualifikation zur 1. Hauptrunde des Schweizer Cups in diesem Herbst erreicht zu haben! Wie bereits berichtet, lösten die Oberaargauer das Ticket mit einem 3:1-Sieg gegen Linth 04. Im Gegensatz dazu scheiterten die kommenden Gastgeber zuhause gegen Mendrisio mit dem knappsten aller möglicher Resultate: 0:1! Dies darf resp. muss zum jetzigen Zeitpunkt als Randnotiz betrachtet werden.

Leader Schötz wird sich keine Blösse geben!

Vor allem nach dem letzten Auftritt gegen Dietikon in der letzten Spielrunde. Das Team von Trainer Roger Felber liess sich von dessen aufgestellten Matchplan zu keiner Zeit des Matches abbringen und nahm beim 4:2-Auswärtssieg alle Punkte mit nach Hause. Mit seinen drei Treffern mutierte Ex-Profi Stephan Andrist zum Matchwinner. Um so erfolgreich zu sein, ist nicht nur ein Einzelspieler wichtig, sondern der gesamte Kader muss zu einer verschworenen an sich glaubenden Einheit zusammenfinden. Dass es dabei Trainer Felber gelang, seine Mannschaft zu einer festen Grösse zu formen, begann nicht erst in der laufenden Saison, sondern nahm den Anfang bereits eine zuvor. Nicht von ungefähr werden die Schötzer bereits heute zu einem der Kandidaten gehandelt, welche Ende Mai die Aufstiegsmatches zur Promotion League bestreiten werden. Aus all den vorerwähnten Gründen wird der Leader keine Rücksicht darauf nehmen, in welcher Lage sich Langenthal aktuell befindet. Deswegen erwartet die Besucher eine Auseinandersetzung, welche danach noch für viel Gesprächsstoff sorgen wird – viel Spass dabei!