Das Team von Trainer Joâo Paiva schien am letzten Spieltag zuhause gegen Wohlen bereits auf dem Weg zu sein, einen verdienten Punkt zu erspielen. Doch in der Nachspielzeit machten die Aargauer den Oberaargauern einen dicken Strich durch die Rechnung. Übermorgen Samstag geht es im Auswärtsmatch gegen Aufsteiger Rotkreuz darum, den Schaden so gering als möglich zu halten und wenigstens einen Punkt mit nach Hause aus der Zentralschweiz zu entführen!
Obschon die Langenthaler nach dem Match gegen die Freiämter mit leeren Händen dastanden, hat es sich für den Staff deutlich gezeigt, dass die Spieler alles fast schon Unmenschliche unternommen hatten, dem Team von Trainer Piu Nascimento einen Punkt abzutrotzen. Bis in die berechtigte Nachspielzeit waren kaum grössere Unterschiede in der Qualität der beiden Teams auszumachen. Dabei zollten die Langenthaler den Wohlener den nötigen Respekt, was diese mehrmals zu spüren bekamen. Deswegen wäre es komplett falsch, dem Paiva-Team vorzuwerfen, dass dieses ängstlich oder gar defensiv agierte. Die Spieler haben immer wieder den erneut vielen Zuschauer – ein dickes Dankeschön für deren zahlreichen Aufmarsch – mit Offensivaktionen bewiesen, dass sie gewillt sind, sich aus der Negativspirale zu befreien. Aber einmal mehr hat sich eine fussballerische Weisheit deutlich zu Wort gemeldet: «Stehst du unten in der Tabelle, dann kannst du es noch so gut machen und ziehst letztlich den Kürzeren!»
Die Ausgangslage zum Auswärtsauftritt im «Sportpark», Anpfiff ist um 17 Uhr, ist noch krasser als zuvor gegen Wohlen. Gegen den sensationell spielenden Aufsteiger Rotkreuz muss der komplette Kader bereit sein, seine Haut so teuer als möglich zu Markte tragen, sodass letztlich mindestens ein Remis bewerkstelligt werden kann. Dazu verfügt die Mannschaft über das nötige Potential. Was vor allem wichtig ist: die Langenthaler dürfen nicht schon früh einem Rückstand hinterherrennen müssen. Oder anders gesagt: Mit guten Offensivaktionen den kommenden Gastgeber verunsichern und gleichzeitig die sich bietenden, wenigen Möglichkeiten effizient in Tore verwandeln. Die Mannschaft hofft, dass einige Fans den Weg nach Rotkreuz unter die Räder nehmen werden und die Spieler zu einer noch besseren Vorstellung anspornen! Langenthal steht der nach wie vor gesperrte Boris Martial Mpon nicht zur Verfügung.
Aufsteiger Rotkreuz – möglicher Aufstiegsaspirant?
Was die Zentralschweizer in dieser Saison gezeigt resp. geleistet haben, verdient ein mehr als nur dickes Lob. Zwar wurde Rotkreuz schon sehr früh als eines der Teams gehandelt, welches sich im obersten Drittel der Rangliste werden festsetzen können. Was Trainer Dariusz Skrypczak, der ehemalige Langenthaler-Coach, mit seinem Team zuhause als auch in der Fremde immer wieder ablieferte, verursachte bei den jeweiligen Gegnern grosses Kopfzerbrechen. Deswegen wäre es am Saisonende nicht verwunderlich, wenn sich Rotkreuz die Berechtigung zu den Aufstiegsspielen zur Promotion League abholen würden! Die Zentralschweizer praktizieren einen einfachen, aber dennoch sehr effizienten Fussball. Vor allem im taktischen Bereich ist Rotkreuz kaum ausrechenbar. Aus all den vorerwähnten Gründen ist klar, wer welche Rolle in diesem Match übernehmen muss: Rotkreuz der klare Favorit – Langenthal der Aussenseiter! Die Zentralschweizer müssen auf den gesperrten Davide Palatucci verzichten.
Das nächste Heimspiel der Paiva-Elf:
Sonntag, 21. April 2024, 15 Uhr: FC Langenthal – SV Muttenz.