Nach der sehr schwachen Darbietung am vergangenen Sonntag gegen die Black Stars, wird von der Mannschaft beim Gastspiel in Muttenz eine Widergutmachung erwartet.
Die erste Mannschaft des FC Langenthal präsentiert sich zur Zeit mit ihren Leistungen nicht sehr konstant. Auf eine gute Leistung gegen den Thuner Nachwuchs, folgte nur vier Tage später wiederum eine unerklärlich schwache. Das Team zeigte kein Biss, keine Leidenschaft und konnte sich gegen die Basler kaum gute Torchancen erarbeiten. Doch woran liegt das? Wenn es eine einfache Erklärung geben würde, könnte man den Schalter einfach umlegen- und ab die Post! Vielleicht liess man sich auch durch den tollen Start mit 3 Siegen in 3 Spielen etwas blenden. Fakt ist jedoch, dass einige Kaderspieler in den letzten Wochen, weit unter ihren Möglichkeiten agierten und das Selbstvertrauen bei vielen nicht gerade gross ist. Nun wird es in den kommenden Wochen wichtig sein, zurück zu den Basics zu gehen und sich als Einheit und konstanter zu präsentieren, dann werden die Erfolgserlebnisse auch wieder zahlreicher.
Der SV Muttenz hatte eine schwierige Vorrunde hinter sich. Als Tabellenletzter, mit nur drei Siegen, sah die Welt auf dem Margelacker nicht gerade rosig aus. Aber nicht nur die ungenügenden Resultate machten den Baslern schwer zu schaffen. In der Region Basel hatten sich nämlich Japankäfer eingenistet. Darauf erliess die Regierung ein Bewässerungsverbot um den Schädling zu bekämpfen. Dies führte dazu, dass der Margelacker bis Ende September für den Spielbetrieb gesperrt werden musste und die 1.Liga-Mannschaft in der Vorrunde viele Auswärtsspiele zu bestreiten hatte. Doch nun ist es eben umgekehrt, und das Team von Peter Schädler spielt serienweise zu Hause. Und die Muttenzer tun dies aktuell bärenstark. In den letzten drei Heimspielen kam nicht nur das abstiegsbedrohte Besa Biel (3:1), sondern auch die beiden Spitzenteams Prishtina (5:3) und Schötz (4:2) gehörig unter die Räder.
Der Blick in die Geschichtsbücher des SV Muttenz:
Im Schweizer Cup der Saison 1977/78 kam der SV Muttenz unter die letzten 32 des Wettbewerbs. Mit dem FC Nordstern hatte man immerhin einen NLB-Club eliminiert. Beim 2:1-Sieg Sieg im Stadtderby, gegen den Cup-Viertelfinalisten aus dem Vorjahr, gab vorallem die kämpferische Leistung den Ausschlag. Da gerade an diesem Wochenende noch das Eidgenössische Schwing-und Älplerfest stattfand, nahm man von dieser Überraschung in der Region Basel kaum Notiz. Gespannt verfolgten die müden Cuphelden die Auslosung. Das Los bescherte der SVM den grossen FC Zürich als nächsten Gegner. Somit brachte sich der SV Muttenz auch in der Gemeinde wieder ins Gerede. War vorher von Fussball die Rede, sprach man über den FC Basel, oder beim Gedanken an Vereine, waren es eher die Turner oder die Schützen, welche Beachtung fanden. In unzähligen Stunden Fronarbeit halfen alle mit, um ein würdiges Fussballfest vorzubereiten. Der Vorverkauf von 1500 Tickets liess eine gute Besucherzahl erahnen, dass es aber gleich von 5500 Zuschauer sein sollten, welche den Margelacker fast bersten liessen, überraschte dann doch einige! Die Musikkapelle spielte auf und vor der Partie wurden die drei Nationalspieler der Zürcher, Karl Grob, Gabet Chapuisat und Rene Botteron für ihre tolle Leistung beim Remis gegen England(0:0) im Wembley Stadion geehrt. Nach vier Minuten ging der Aussenseiter durch Peter Bruderer in Führung und der Jubel kannte keine Grenzen. Erst einige Minuten nach dem Tor konnte wieder angespielt werden. Die routinierten Zürcher nahmen das Spiel aber in der Folge in die Hand und siegten danken Toren von Gabet Chapuisat, Conny Torstensson, Alfred Scheiwiler und Franco Cucinotta standesgemäss mit 4:1. Noch Monate später sprach man in den Kneipen der Gemeinde mit Stolz über die starke Leistung der Muttenzer gegen den grossen FCZ!
Der FC Langenthal muss sich also an diesem ersten April-Samstag, gegenüber den vergangenen Spielen massiv steigern, wenn er auswärts gegen diesen aktuell mit viel Selbstbewusstsein spielenden Gegener punkten will. Die Qualität dazu ist in der Mannschaft vom Trainerteam um Maurizio Jacobacci und Julien Ceccon, durchaus vorhanden. Nur muss wieder jeder eingesetzte Akteur an sein Leistungslimit gehen und die Schmerzgrenze und andere persönliche Befindlichkeiten beiseite schieben!
HOPP FCL!!!
Die letzten Duelle zwischen Muttenz und Langenthal:
Saison 2024/25: FCL - SVM 2:2 Tore FCL: Miani und Yigit
Saison 2023/24: SVM - FCL 2:0
FCL - SVM 2:4 Tore FCL: Anderegg und Osmani
Saison 2020/21: SVM - FCL 0:5 Tore FCL: Haziri (3), Skeraj und Johannsmeier
Wegen Corona fand nur 1 Duell statt!
Saison 2019/20: SVM - FCL 1:0
Wegen Corona fand nur 1 Duell statt!