Herzlich Willkommen FC Tuggen!

Der FC Tuggen war am Samstag nach dem 4:1 gegen Eschen-Mauren in Feierlaune

Seit Samstag Abend kennt der FC Langenthal nun also seinen Gegner für die Aufstiegsspiele. Viele meinten es sei die U21 des Servette FC, bevor dann der Erstliga-Verband uns den FC Tuggen als Gegner präsentierte. Doch wer ist dieser FC Tuggen überhaupt und wo liegt der Ort eigentlich? Diese und viele weitere Fragen, versuche ich in einem kleinen Orts-und Vereinsportrait zu beantworten!

Der Ortsname Tuggen stammt von "marcha tuccunie", einer fränkischen Bezeichnung für die Landschaft. Zu Beginn des 7.Jahrhunderts sollen die beiden irischen Glaubensboten Columban und Gallus, welche auch das Ortswappen zieren, in Tuggen missioniert haben. Tuggen war damals wohl ein wichtiger Etappenort und Umschlagplatz für die Schifffahrt. Heute kann man sich dies nur noch schwer vorstellen, denn der einstige Tuggener See ist seit langer Zeit verlandet und durch die Linthkorrektur vollends verschwunden. Eine grosse Bedeutung hatte auch der Linthübergang an der Grinau, der zugleich Landesgrenze und Zollstation war. Der mittelalterliche Schlossturm aus dem 14.Jahrhundert und ein historisches Gasthaus prägen noch immer diese einst wichtige Brückenstation. Der Ort liegt im Kanton Schwyz an der Grenze zum Kanton St.Gallen und hat eine Gemeindefläche von 15,09 Quadratkilometer. Nächst grössere Orte sind zum Beispiel Uznach, Pfäffikon oder Rapperswil. Im Dorf, welches 409 Meter über dem Meeresspiegel liegt, wohnten per Ende 2024 total 3410 Einwohner in 1660 Haushaltungen. Die Fahrzeit mit dem Auto von Langenthal nach Tuggen dauert sowohl über den Hirzel, wie auch über den Zürcher Westring rund 1 Stunde und 30 Minuten.

Doch kommen wir nun zu unserem sportlichen Widersacher, dem FC Tuggen. Gegründet am 1.Juli 1966 unter dem Namen SC Tuggen, stiegen die Schwyzer zehn Jahre danach in die 3.Liga auf. 1977 folgte die Namensänderung zum FC Tuggen und nur wenig später folgten weitere sportliche Aufstiege in die 2.Liga und später in die 1.Liga. 1988 konnte Tuggen ein erstes Mal in der Cup-Hauptrunde spielen und verlog nur knapp mit 1:2 gegen den FC Luzern. In den Jahren danach folgten noch viele weitere Cup-Highlights: Ein Viertelfinal gegen Chiasso (damals NLA), ein Achtelfinal erneut gegen Luzern (0:2) und weitere tolle Cupfights gegen Grössen wie FC Zürich oder FC Basel. 1994 tauchte der Name des FC Tuggen sogar in der NLB auf, jedoch folgte ein Jahr darauf gleich wieder der Abstieg. Während es für den FCL seit 57 Jahren zum ersten Aufstiegsspiele von der 1.Liga in eine höhere Spielklasse gibt, besitzen die Jungs aus Tuggen ein Dauerabonnement auf Aufstiegsspiele. In den Jahren von 1992 bis 2010 nahm Tuggen insgesamt 10 Mal an diesen Partien teil. Einmal gelang der Aufstieg in die damals neu geschaffene Promotion League, neunmal zog der FCT aber den Kürzeren. Bümpliz, Thun, Meyrin, Etoile Carouge, Bulle, YF Juventus oder Delémont zeigten sich bei den neun gescheiterten Teilnahmen an Aufstiegsspielen als Partycrasher. Zuletzt scheiterte man in der Saison 2024/25 an Vevey-Sports mit 0:3 (a) und 1:2 (h). Der FC Tuggen kennt also das Gefühl von Aufstiegspartien aus den vergangenen Jahren bestens. Dass sie überhaupt in diesem Jahr noch in ebendiese einziehen würden, damit hatte man vor der letzten Runde wohl nicht gerechnet. Gleich zehn scheidende Spieler und Funktionäre, wurden vor dem letzten Heimspiel gegen Eschen-Mauren verabschiedet, darunter auch der scheidende Trainer Ivan Previtali und langjährige Leistungsträger José Meier und Andrei Herlea. Es musste davon ausgegangen werden, dass es das letzte Heimspiel ist - man hatte die Aufstiegsspiele nicht in den eigenen Füssen. Die Mannschaft zeigte sich aber gegen den Liechtensteiner Gast engagiert und man konnte den Siegeswillen rasch erkennen. Tuggen näherte sich schrittweise dem gegnerischen Tor an und ging nach 25 Minuten in Führung. Noch vor der Pause erhöhte der FCT auf 2:0 und war dem Gast in allen Belangen überlegen.Nach dem Anschlusstor von Eschen-Mauren mussten die Gastgeber zwar kurz zittern, aber dank zwei weiteren Treffern wurde die eigene Aufgabe souverän gelöst. Nun folgte das bange Warten auf die Schlussresultate der Konkurrenten Wettswil-Bonstetten (2:3 in Dietikon) und Taverne (1:1 in Mendrisio), welche beide vor Tuggen klassiert waren. Und tatsächlich konnte keiner der beiden gewinnen und Tuggen stiess von Rang 4 auf den zweiten Platz vor! 

Wir vom FC Langenthal freuen uns enorm auf die 2 Partien am Mittwoch und Samstag und hoffen auf zwei tolle Fusballfeste auf der Rankmatte und an der Linthstrasse!!!

HOPP FCL!!! HOPP TUGGÄ!