Das 1:1-Remis widerspiegelt in keiner Art und Weise das Geschehen im Stadion «Liebefeld». Die Langenthaler führten über weitere Strecken die feinere Klinge, gingen gar durch ein sehenswertes Kontertor von Amel Rustemoski in Führung, ehe den Könizer knapp eine Viertelstunde vor Schluss der etwas schmeichelhafte Ausgleich gelang. Der Match lebte vor allem von der Spannung und vielen, zum Teil unnötigen Unterbrüchen.
Gestärkt durch die zwei Siege in Folge übernahmen die Oberaargauer die Offensive. Weiter waren zwei Teams am Werk, welche sich rein gar nichts schenkten resp. sie blieben sich rein gar nichts schuldig. Ab der 10. Minute waren die Gastgeber im Begriff, das Spieldiktat zu übernehmen. Doch die Mannschaft von Trainer Paiva liessen darob nicht aus der Ruhe bringen. Dies zahlte sich nach 14 Minuten aus. Rustemoski wurde optimal mit einem klugen Zuspiel auf die Reise geschickt. Der Langenthaler Stürmer gab Köniz Goalie Kilchhofer das Nachsehen. Die Reaktion des Gastgebers liess nicht lange auf sich warten. Stürmer Lukarov vergab nur wenig später den möglichen schnellen Ausgleich. Die Intensität nahm stetig zu. Zudem fielen die Gäste mit ihrem klugen Umschaltspiel und der Balleroberung auf, was Köniz absolut nicht in die Karten spielte. Für kurze Zeit verflachte die Partie resp. das Match spielte sich in der neutralen Zone ab. In der 33. Minute verschoss Mittelfeldspieler Machado aus guter Position etwas kläglich. Zudem fiel das Team von Neo-Trainer Kokollari durch viele, unerklärliche Ballverluste auf. In der kurzen Nachspielzeit der 1. Halbzeit prüfte Naili Goalie Neuenschwander.
Schmeichelhafter Könizer-Ausgleich!
Der Beginn von Durchgang zwei verlief analog vom ersten. Die Langenthaler blieben geduldig und zwangen die Könizer zu grosser Laufarbeit. Kurz vor Ablauf der ersten Stunde lag der zweite Treffer nach dem ersten Langenthaler-Corner in der Luft. Verteidiger Anliker vermochte den Ball nicht einzunetzen. Im weiteren Verlauf litt das Derby unter den vielen Unterbrüchen und auch von den vielen Einwechslungen, welche der Partie ein neues Gesicht verpassten. Es folgte die 74. Minute. Dem eingewechselten Rinaldo gelang der bereits erwähnte, schmeichelhafte Ausgleichstreffer. Dieser hinterliess bei den Langenthalern keine Schockwirkung. Praktisch im Gegenzug vereitelte Torhüter Kilchhofer die erneute Führung durch Torschützen Rustemoski. Gelingt einem Team bis zum Schluss noch der Lucky-Punch? Nein! Zwar herrschte in beiden Strafräumen grosse Hektik, doch beide Angriffsreihen vermochten das mögliche siegbringende Tor nicht zu bewerkstelligen.
Fussball – 1. Liga Gruppe 2
Köniz – Langenthal 1:1 (0:1).
Stadion Liebefeld. – 300 Zuschauer. – SR Hyseni.
Tore: 14. Rustemoski 0:1. 74. Rinaldo 1:1.
FC Köniz: Kilchhofer; Al Kaabi (72. Jordi), Glarner, Stauffiger, Arfaoui; Hostettler, Freiburghaus, Naili, Machado (64. Triantafillidis); Istrefai (64. Rinaldo); Lukarov (86. Nallathamby).
FC Langenthal: Neuenschwander; Schaffner, Karamoko, Anliker, Osmani (61. Mpon); Lässer (61. Osaj), Yigit, Freyenmuth; Gökpinar (80. Miani), Rustemoski (86. Da Silva), Martinez Remon (61. Stevic).
Bemerkungen: Köniz ohne Schneeberger, Mejdi (beide gesperrt). Langenthal ohne Cassama, Anderegg, Chirulli (alle verletzt), Rihs, Sarac, Gafner, Celik, Vukaj, Blenke (alle abwesend). – Verwarnungen: 45. Lukarov, 63. Karamoko, 70. Glarner, 83. Triantafillidis und Mpon, 84. Hostettler (alle Fouls), 87. Naili (Reklamieren).