Das im Vorfeld oft diskutierte und mit grosser Spannung geladene Derby vermochte die vielen Zuschauer bei ständigem Regen zu begeistern. Sowohl die Oberaargauer als auch die Ambassadoren blieben sich rein gar nichts schuldig. Die beiden Treffer fielen durch Penaltys.
Wie bereits erwähnt, prägte die gesamte Spielzeit phasenweise heftiger Regenfall. Dies aber hinterliess in beiden Mannschaften keine Wirkung, oder anders gesagt: die schlechten äusseren Bedingungen spornten die Spieler zusätzlich an. Mit einem guten Schuss von Martinez Remon, Zuspiel Rustemoski, eröffneten die Langenthaler den Match. Pech hatte in der 6. Minute Mehmet Yigit mit seinem wuchtigen Lattentreffer. Danach erarbeiteten sich die Platzherren optische Vorteile. Nach dem ersten Eckball der Langenthaler zeigte Schiedsrichter Betschart auf den Punkt. Den fälligen Handspenalty verwandelte Bouazzi eiskalt. Danach fielen die Einheimischen mit effizienter Ballrückeroberung auf. Damit bekundeten die Solothurner etwas Mühe. Nach 23 Minuten zwang Stürmer Stjepanovic Torhüter Neuenschwander zu einer guten Abwehr. Nun folgten Angriffe um Angriffe beinahe im Minutentakt. Zuerst zwang Yigit Torhüter Hornung zu einer mutigen Faustabwehr. Genau nach einer halben Stunde vereitelte Karamoko mit einer Monstergrätsche Torgelüste von Taqtak. Nur sechs Minuten danach zeigte Schiedsrichter Betschart im Langenthaler Strafraum auf den Punkt. Dessen Entscheid dazu darf resp. muss als äusserst fragwürdig bezeichnet werden. Wie schon Bouazzi gab auch Taqtak Torhüter Neuenschwander das Nachsehen. Bis zur Pause prägte die unnötige Hektik das Spielgeschehen. Zusätzlich erhöhten die Solothurner den Druck aufs gegnerische Tor.
Lucky-Punch beidseits blieb aus!
Der zweite Durchgang war kaum freigegeben, da schoss Bitterli die Kugel über das Tor. D.h. mit dieser Szene blieb der Match weiterhin spannend und attraktiv. Bouazzi konnte sich in der 54. Minute sehenswerten durchspielen, doch dessen Hereingabe vergab Gökpinar aus guter Position. Glück hatten die Gastgeber kurz vor Ablauf der ersten Stunde. Kohler’s Schuss lenkte Keeper Neuenschwander sehenswert in Corner. Nach 61 Minuten blieb der Torjubel in den Hälsen der Langenthaler stecken. Murpf kratzte den Anliker-Kopfball für seinen bereits geschlagenen Goalie auf der Linie weg. Für kurze Zeit beruhigte sich die Szenerie. Bei beiden Mannschaften war danach klar zu sehen, dass sie gewillt sind, den siegbringenden Treffer zu erzielen. In der nachfolgenden spannenden Schlussphase vermasselten beide Teams den möglichen Lucky-Punch. Die besten Möglichkeiten dazu versiebten Stjepanovic und Bouazzi. Letztlich blieb es beim längst bekannten und für beide Mannschaften gerechten Remis.
Fussball – 1. Liga Gruppe 2
Langenthal – Solothurn 1:1 (1:1).
Stadion Rankmatte. – 640 Zuschauer. – SR Betschart.
Tore: 10. Bouazzi (Handspenalty) 1:0. 36. Taqtak (Foulpenalty) 1:1.
FC Langenthal: Neuenschwander; Barile, Karamoko, Anliker, Osaj; Cirelli (65. Lässer), Martinez Remon (72. Sarac), Yigit; Bouazzi, Rustemoski (72. Miani), Gökpinar (62. Da Silva).
FC Solothurn: Hornung; Mehidic, Schläppi, Murpf, Castiglione; Taqtak (81. Breu), Koekenbier, Bitterli, Kohler; Hunziker, Stjepanovic.
Bemerkungen: Langenthal ohne Schaffner, Hochuli, Huber, Freyenmuth (alle verletzt). – 6. Lattenschuss Yigit. – Verwarnungen: 33. Karamoko, 62. Bouazzi, 70. Yigit, 92. Bitterli (alle Fouls).