Mit dem letztlich erspielten 1:1-Unentschieden können die Langenthaler eigentlich nicht zufrieden sein. In einem sehr unterhaltsamen und intensiv geführten Testmatch hatten die Oberaargauer mehr von Spiel (Ballbesitz etc.) und vermochten dies nicht gewinnbringend zu Ende zu bringen.
Was aber im Vorbereitungsspiel gegen die Stadtzürcher besonders auffiel, war dem sehr guten Engagement, auch nach den vielen Wechseln in der 2. Halbzeit, sowie der auf den Platz gebrachten Leidenschaft geschuldet. Mit dem sehr hohen Anlaufen brachten die Gäste die Abwehr der Platzherren von Beginn weg in Verlegenheit. Dies zeigte sich bereits in der fünften Minute beim Schuss von Gökpinar. Diesen vermochte Goalie Stanisci nur mit Mühe unter Kontrolle zu bringen. Deswegen kam die Führung der Zürcher nur zwei Minuten später wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Völlig alleinstehend düpierte Kubli Goalie Neuenschwander mit einem unhaltbaren Schuss. Obschon beide Teams von ihren Trainern taktisch klug eingestellt waren, verschufen sich die Gäste mit ihrem Pressing bei YF Juventus den nötigen Respekt.
Die Platzherren stellten für kurze Zeit die Räume geschickt zu. Was aber bei den Langenthalern keine sichtbare Reaktion auslöste. Hochuli verfehlte in der 22. Minute das Ziel nur knapp. Immer mehr machte sich bei ständigem Regen der Ballbesitz sowie die Rückeroberung des Balles der Oberaargauer bemerkbar. Nach 30 Minuten war eine Einzelaktion von Martinez Remon nicht von Erfolg gekrönt. Glück hatten die Gäste in der 38. Minute bei der eigentlich zweiten reellen Chance von YF Juventus. Göppel’s Schuss landete an die Oberkante der Latte. Kurz vor der Pause fiel durch Miani, der Denker und Lenker im Spiel der Langenthaler, im Anschluss nach dem dritten Eckball der mehr als nur verdiente Ausgleich.
Die Pausenansprache von Trainer Paiva war kurz und knapp: Noch läuft bei uns nicht alles optimal. Wir haben trotzdem eine gute Halbzeit abgeliefert. Vor allem gefiel mir die stetige Balleroberung!» Auch Durchgang zwei blieb intensiv, leider blieben aber die Tore aus. Weshalb? Langenthal prägte weiter das Geschehen, war bei jeder Aktion dem Gegner den einen entscheidenden Schritt voraus. Damit konnten die Zürcher mehrheitlich nicht umgehen. Dies zeigte sich deutlich bei denn wenigen Aktionen vor und im Strafraum der Gäste. Aber auch der Mannschaft von Trainer Paiva gelang es bis zum Schluss nicht, die Dominanz in weitere Treffer umzusetzen. Was aber für eine gewisse Zuversicht sorgt: die neuen Spieler können sich immer besser ins Team integrieren.
Nun folgt eine kurze Pause, d.h. die Langenthaler nehmen den Trainingsbetrieb am 24. Juli 2024 wieder auf. Der ultimativ letzte Test absolvieren die Oberaargauer am Samstag, 27. Juli 2024, mit dem Auswärtsmatch gegen den SV Höngg.
Testspiel – 1. Liga
YF Juventus – Langenthal 1:1 (1:1).
Juchhof 2 R5, Zürich. – 10 Zuschauer. – SR Zihlmann.
Tore: 7. Kubli 1:0. 44. Miani 1:1.
SC YF Juventus: Stanisci; Muff, Laski, Nseke, Luburic; Göppel, Bunjaku, Janett; Kubli; Corvalan, Mychell Da Silva. Eingewechselt in Durchgang zwei: Casanova, Yehorov, Tairi, Sow Sow, Stevic, Gassama, Avdijaj.
FC Langenthal: Neuenschwander; Hochuli, Karamoko, Barile, Osmani; Cirelli, Martinez Ramon, Yigit; Rustemoski; Gökpinar, Miani. Eingewechselt in Durchgang zwei: Anderegg, Osaj, Lässer, Huber, Florentino Da Silva, Anliker.
Bemerkung: 38. Lattenschuss Göppel.