Das 2:0-Schlussresultat zugunsten der Ambassadoren hätte noch höher für das von Gil Yapi geführte Heimteam ausfallen müssen. Im Gegensatz dazu brachten die Oberaargauer rein gar nichts zustande, was Trainer Maurizio Jacobacci klipp und klar nach der Partie bemängelte!
«Wir trafen heute auf einen physisch starken Gegner, welcher letztlich verdient gewann!» Was waren die Hauptgründe des Scheiterns? «Meine Mannschaft hat heute nicht das von mir erwartete Durchschlagsvermögen auf dem Platz gezeigt. Wir vermochten kaum Chancen zu kreieren. Zudem litt unser Spielfluss auf dem schwer zu bespielenden Terrain!» äusserte sich der Langenthaler Trainer.
Das Partien zwischen Solothurn und Langenthal seit Jahren immer wieder ihre Brisanz haben, zeigte sich am letzten Samstag. Beide Teams wollten den Fans eine gute Leistung abliefern. Die im Vorfeld gemachten Erwartungen vermochte zuerst der Gastgeber umzusetzen. Dabei war zu Beginn vieles dem Zufall geschuldet. Beidseits wurden viele Fehlpässe und unnötige Ballverluste produziert. Daraus vermochten die Mannschaften noch nichts Zählbares herauszuspielen. Loris Vernocchi, der wieselflinke und stets gefährliche Solothurner Stürmer, vergab gleich zwei sehr gute Möglichkeiten. Zwischenzeitlich flog eine Direktabnahme von Cristian Miani übers gegnerische Tor. Immer mehr verlagerte sich das Geschehen in die Zone der Langenthaler resp. Solothurn erarbeitete sich optische Vorteile. Nach Ablauf der ersten halben Stunde verhinderte Goalie Neuenschwander mit einer sehenswerten Parade beim Knaller von Kapitän Hunziker der Rückstand der Gäste. Bis zur Pause diktierten die Ambassadoren das Geschehen. Zuerst traf Stjepanovic nur die Latte und in der 45. Minute vergaben Mehidic und erneut Vernocchi Top-Chancen.
Erwachen die Langenthaler zu Beginn des zweiten Durchgangs aus ihrer Lethargie? Ein Zaghafter Abschluss in der 50. Minute von Huber war ein erstes und gleichzeitig letztes Lebenszeichen. Nur sechs Minuten später bediente Vernocchi den in Stellung laufende Mehidic, welcher fast unbedrängt und für Goalie Neuenschwander unhaltbar einnetzte. Die Führung setzte bei Solothurn weitere Kräfte frei, was die Langenthaler zu grosser Defensivarbeit zwang. Immer mehr suchte der Gastgeber die Entscheidung. Hunziker scheiterte in der 64. Minute an Torhüter Neuenschwander. Das Team von Trainer Jacobacci war zu keiner Gegenreaktion fähig. Die Spieler bekundeten mit dem hohen Pressing sehr grosse Mühe. Deswegen war es nicht erstaunlich, dass die Solothurner die Schlussphase deutlich prägten. Keranovic und Hunziker vergaben Matchbälle. Nicht so der eingewechselte Wyss, welcher in der 88. Minute den Sack für die Einheimischen zumachte. Dieser profitierte von einem Fehler der Langenthaler Abwehr. Letztlich blieb es bei der 0:2-Auswärtsniederlage der Oberaargauer.
Fussball – 1. Liga classic Gruppe 2
Solothurn – Langenthal 2:0 (0:0).
Stadion FCS. – 410 Zuschauer. – SR Werder.
Tore: 56. Mehidic 1:0. 88. Wyss 2:0.
FC Solothurn: Hornung; Loosli, Schläppi, Murpf, Castiglione; Hunziker, Koekenbier (69. Ochsenbein), Keranovic, Mehidic (91. Libourki); Stjepanovic (76. Wyss), Vernocchi (69. Zimmermann).
FC Langenthal: Neuenschwander; Hochuli, Barile, Harambasic (46. Karamoko), Osaj; Huber (63. Lekaj), Cirelli, Osmani (46. Kent); Rustemoski; Miani (77. Martinez Remon), N Djoli.
Bemerkungen: Langenthal ohne Yigit, Heuberger, Gökpinar, Tabisçen, Steinhagen, Schaffner, Freyenmuth, Bouazzi, Bachmann, Anliker (alle verletzt oder abwesend). – Trauerminute vor dem Spiel für den verstorbenen Peter Bichsel, FCS-Fan und Schriftsteller. – 41. Lattenschuss Stjepanovic. – Verwarnungen: 11. Koekenbier (Trikottest), 28. Harambasic (Reklamieren), 93. Libourki (Foul). – Cornerverhältnis: 6:2 (!).