Die 0:1-Niederlage des Teams von Trainer Maurizio Jacobacci wäre mehr als nur vermeidbar gewesen. In der ersten Halbzeit vergaben die Oberaargauer Möglichkeiten zur Führung. Zudem traf Lekaj in der 65. Minute nur den Pfosten. Tim Bolli, eingewechselt, buchte den Siegestreffer für die Gäste in der 73. Minute. Langenthal versuchte danach noch alles, um sich wenigstens in die Verlängerung hinüber zu retten. Zudem waren die Platzherren über weite Strecken eine Klasse besser!
Bei erneut tiefen Temperaturen übernahmen die Gastgeber sofort das Spieldiktat und zwangen damit die Gäste zu grosser Defensivarbeit. Nach acht Minuten segelte ein Kopfball von Barile, Yigit-Freistoss, knapp am Ziel vorbei. Nur eine Zeigerumdrehung später zog Miani über links unwiderstehlich los und verzog äusserst knapp. Schaffhausen geriet danach noch unter grösseren Druck resp. dies war die Folge des äusserst aggressiven Pressings der Langenthaler. Diese fielen zudem mit der hartnäckigen Ballrückeroberung und der damit hergehenden Spielkontrolle auf. Die 17. Minute darf resp. muss als die bezeichnet werden, als sich Schaffhausen bei Goalie Belser bedanken konnten. Gleich vier Langenthaler-Spieler vermochten aus kurzer Distanz den Ball nicht einzunetzen. Erst danach wurde Keeper Neuenschwander erstmals durch Türkmen geprüft. Rustemoski vermochte nur wenig später eine gute Hereingabe von Miani nicht im gegnerischen Kasten unterzubringen. Oder anders gesagt: Langenthal agierte nach Belieben und Schaffhausen musste ständig reagieren! Kurz vor der Pause nahm Cirelli sein Herz in die Füsse. Dessen sehenswerte Direktabnahme behändigte Goalie Belser sicher. In der kurzen Nachspielzeit wurde ein Türkmen-Kopfball für Torhüter Neuenschwander eine leichte Beute.
Langenthal scheitert am eigenen Unvermögen!
Auch der Beginn von Durchgang zwei war weiter eine einseitige Angelegenheit. Die Einheimischen konnten immer noch Schalten und Walten und der bereits erwähnte Unterschied beider Teams war sichtbar. Trotz dem ständigen Anlaufen, sahen die Zuschauer in der 65. Minute eine weitere hochkarätige Möglichkeit für die Platzherren. Zemerart Lekaj traf leider nur den Pfosten. Es folgte danach ein Auswechselfestival beider Teams. Daraus profitierten die Gäste in der 73. Minute beim Führungstor durch Bolli. Dieser erwischte Torhüter Neuenschwander aus spitzem Winkel. Das Tor entsprach in keiner Art und Weise dem Spielverlauf. Sofort erhöhten die Platzherren die Kadenz und agierten vor der gegnerischen Abwehrreihe zu ungestüm. Erst als eigentlich schon alle Felle davon zu schwimmen drohten, hatte Yigit in der 90. Minute die Chance, die Oberaargauer noch in die Verlängerung hinüber zu retten. Letztlich blieb es beim bereits erwähnten, mehr als nur vermeidbaren Ausscheiden der Langenthaler!
Schweizer Cup 2025 – 1. Liga – 2. Qualifikationsrunde
Langenthal – Schaffhausen 0:1 (0:0).
Rankmatte. – 200 Zuschauer. – SR Filgueira.
Tor: 73. Bolli 0:1.
FC Langenthal: Neuenschwander; Hochuli, Barile, Karamoko; Heuberger (70. Osaj), Cirelli (70. Huber), Yigit, Osmani (63. N Djoli); Lekaj, Miani, Rustemoski.
SV Schaffhausen: Belser; Löble, Schmocker, Ritter; Mestre (81. Gholami), Rrustemi (70. Bolli), Rether, Thevanayagam; Türkmen (70. Reber), Gazi (46. Lobo), de Nobile Berglas (46. Silvestri).
Bemerkungen: Langenthal ohne Tabiscen, Steinhagen, Schaffner, Harambasic, Bouazzi, Bachmann, Anliker, Freyenmuth, Martinez Remon (abwesend oder verletzt). – 65- Pfostenschuss Lekaj. – Verwarnungen: 55. Mestre, 60. Ritter (beide Fouls), 68. Rrustemi (reklamieren), 77. Yigit, 82. Schmocker (beide Fouls), 85. Lobo (unsportliches Verhalten), 88. Rether (Foul). – Cornerverhältnis: 8:1 (!).