Bildlegende: Ein grosser Moment für den FC Langenthal: Remo Rudiger freut sich als OK-Präsident auf den bevorstehenden Cup-Achtelfinal zwischen Langenthal und Biel vom Dienstag, 3. Dezember auf der Rankmatte. (Bild: Leroy Ryser)
Auf den FC Langenthal wartet im Dezember ein historischer Moment in der Vereinsgeschichte. Am Dienstag, 3. Dezember trifft das Team von Trainer Joao Paiva im Achtelfinal des Schweizer Cups auf Biel (19.00 Uhr, Rankmatte Langenthal) und besitzt die einmalige Chance, sich für den Viertelfinal zu qualifizieren und damit Vereinsgeschichte zu schreiben. Remo Rudiger, OK-Präsident des Cup-Knüllers, freut sich auf das Duell mit den Seeländern und sagt: «Das wird für alle Beteiligten ein unvergessliches Highlight.»
Mit dem 1:0-Sieg am 14. September gegen den Challenge-League-Klub Stade-Lausanne-Ouchy hat der FC Langenthal (1. Liga Classic) bereits Grosses vollbracht und erstmals in der Vereinsgeschichte die Achtelfinals im Schweizer Cup erreicht. Zwar blieb anschliessend das grosse Los in Form eines Super-League-Klubs aus, dafür besitzt der FCL gegen Biel (1. Liga Promotion) erneut gute Chancen, eine weitere Runde zu überstehen, in den Viertelfinal vorzustossen und damit Vereinsgeschichte zu schreiben.
Klar, dass man beim FCL diesem einmaligen Moment entgegenfiebert. An vorderster Front Remo Rudiger, OK-Präsident des Cup-Achtelfinals gegen Biel (3. Dezember, 19.00 Uhr, Rankmatte, Langenthal). Der 53-jährige, eidg. dipl. Bankfachmann, war von 2003 bis 2008 im Vorstand des FC Langenthal und steht dem Verein seither für Spezial-Aufgaben zur Verfügung. So hat er bereits die Cup-Partie gegen Stade-Lausanne-Ouchy als Präsident mit einem kleinen OK-Team organisiert und durchgeführt.
Sportlich das beste Los
«Ich liebe den Sport, habe selbst Fussball gespielt und bin sowohl auf dem Fussballplatz Rankmatte wie auch in der Eishalle Schoren regelmässig anzutreffen», begründet er sein Engagement bei den Cupspielen des FC Langenthal. Dazu ist der zweifache Familienvater seit 12 Jahren Präsident des Donnerstag Club Oberaargau. Rudiger, der in Däniken (SO) aufwuchs und seit 20 Jahren in Langenthal wohnhaft ist, trauerte der Auslosung, die dem FCL kein Traumlos bescherte, keine Minute nach, weil er überzeugt ist: «Sportlich gesehen ist der FC Biel das beste Los, das wir haben können, denn mit diesem Gegner besitzen wir reelle Chancen, in die Viertelfinals einzuziehen.»
Remo Rudiger spricht sogar von einem historischen Moment, der bevorstehe. Gegen Biel könne der FCL Geschichte schreiben. «Ganz sicher wird diese Partie für alle Beteiligten ein unvergessliches Highlight», ist er überzeugt. Er werde persönlich bei der Mannschaft vorbeigehen und ihr klar machen, welch einmalige Chance hier auf jeden einzelnen wartet. «Kaum einer unserer Spieler wird noch einmal die Chance erhalten, in einen Cup-Viertelfinal vorzustossen», sagt er dazu. Der OK-Präsident des Cup-Knüllers ist sich natürlich bewusst, dass mit Biel ein Gegner wartet, der eine Liga höher spielt, dennoch stehe der FCL vor keiner unlösbaren Aufgabe, sagt der Bankfachmann, der seit 24 Jahren bei der Clientis Bank Oberaargau arbeitet.
Geheiztes Zelt für Zuschauer
Dass die Partie am Dienstag, 3. Dezember ausgetragen wird, sei kein idealer Zeitpunkt, zeigt sich auch Remo Rudiger wenig erfreut über die Spielansetzung. «Vermutlich wird es kalt sein und witterungsmässig nicht gerade jene Ambiance herrschen, die man sich für ein solches Cupspiel wünscht», bestätigt er. Deshalb werde man entsprechende Massnahmen treffen und gegenüber der Tribüne ein 36 Meter langes Zelt aufstellen, das beheizt sein und gegen das Spielfeld hin geöffnet wird. So kann gemäss Rudiger an diesem Abend auf der Rankmatte zumindest ein Teil der Zuschauer im Restaurant sowie im Zelt das Spiel in der Wärme mitverfolgen.
Aus diesem Grund und nicht zuletzt wegen der guten Ausgangslage hofft der OK-Präsident auf einen Grossaufmarsch an Zuschauern. Er sei immer Optimist und deshalb rechne er mit 1500 Zuschauern. «Wenn es dann nicht ganz so viele sind, werden wir auch zufrieden sein», fügt er an. Dass man keinen Grossklub empfange, habe auch Vorteile, sagt Remo Rudiger abschliessend und erwähnt, dass sich die gesamte Organisation des Anlasses in einem überschaubaren Rahmen bewege, vor allem weil im Bereich Sicherheit kein grosser Aufwand erforderlich ist.
Bereits heute steht fest, sollte der FCL tatsächlich den Einzug in die Cup-Viertelfinals schaffen, dann wird Remo Rudiger an Bord bleiben und das FCL-Schiff weiter durch das Cup-Abenteuer steuern. «Ich werde mich auch für ein allfälliges Viertelfinal-Spiel als OK-Präsident zur Verfügung stellen», gibt er zu verstehen. Und dann hofft auch er auf ein Traumlos. «Meine Wunschgegner wären der FC Aarau oder die Berner Young Boys», blickt er bereits voraus.